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01.03.11

Bürger-Protest in Letmathe

 

CDU-Ortsunionsvorsitzender Karsten Meininghaus

Bürgermeister Ahrens vertritt einseitige Interessen. Bürgerversammlung am 24. Februar im Saalbau


Des Volkes Seele kocht: Für viele Letmatherinnen und Letmather ist es nicht nachvollziehbar, warum das Bürgerbüro aus der Trillingschen Villa in den Bahnhof verlegt werden soll. Noch hat dieser Punkt nicht den Rat der Stadt passiert, aber die Zeichen, dass es dazu kommen könnte, sind unübersehbar. In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses entstand mit der Stimme von Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens bei der Abstimmung bei diesem Tagesordnungspunkt eine Patt-Situation. Da auch bei einer Ratssitzung der Bürgermeister ein Stimmrecht hat, befürchtet nicht nur die CDU-Ortsunion Letmathe, die sich stets für einen Verbleib des Bürgerbüros in der Trillingschen Villa ausgesprochen hat, dass in solch einer Sitzung vollendete Tatsachen geschaffen werden.

Neben Vertretern der CDU-Ortsunion Letmathe, der FDP- und UWG-Fraktion trafen sich am Freitag auch Mitglieder der Werbegemeinschaft, des Heimatvereins und der Kirchen, um ein deutliches Signal zu setzen, dass sie gegen einen „Ausverkauf Letmather Interessen“ sind.

„Für uns ist die Aussage von Bürgermeister Dr. Ahrens in einem Zeitungsinterview, ,Letmathe läge ihm am Herzen’, ein Schlag ins Gesicht“, so ein Versammlungsteilnehmer. „Letmathe wird scheibchenweise in Iserlohn verhökert“, kritisierte ein anderer.

Es kam sogar der Vorschlag, die Trillingsche Villa unter Denkmalschutz zu setzten, um sie für Investoren unattraktiv zu machen. Pfarrer Burckhardt Hölscher plädierte dafür, wieder einen Bezirksausschuss in Letmathe zu reinstallieren, der die Interessen des Ortes im Rathaus deutlicher manifestiert. Einig sind sich alle darüber, den Bahnhof attraktiver zu machen, aber nicht auf Kosten eines Bürgerbüro-Umzuges. Die Stadt solle daher die Suche nach Investoren verstärken und auch noch einmal das Gespräch mit der Märkischen Seniorenzentren-GmbH suchen, ob sich eine Altenpflegeschule nicht doch im Bahnhof ansiedeln könnte.

Ins Auge gefasst wurde die Gründung eines „Fördervereins Letmathe“ und eine Unterschriftenaktion gegen den Umzug. Ein erstes Treffen dafür ist am Donnerstag, 24. Februar, um 18.30 Uhr im Saalbau.

Quelle: ikz-online.de vom 18.02.11