In den vergangenen Wochen wurde seitens der Anwohner im Bereich der Iserlohner Altstadt berechtigte Besorgnis hinsichtlich der dortigen Verkehrssituation artikuliert. Vor allem Kinder sowie Seniorinnen und Senioren mussten Geschwindigkeitsüberschreitungen und rücksichtsloses Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer in Kauf nehmen.
Die von der SPD-Fraktion favorisierte Komplettsperrung der Inselstraße für den Verkehr aus Richtung Kluse hat hingegen bei zahlreichen Anwohnern zu starken Bedenken geführt: So würden zwar einige Verkehrsteilnehmer entlastet, Anwohner und vor allem Kinder in den Bereichen der Treppenstraße und des Westertors hätten jedoch ihrerseits mit einem höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen. Diese bloße Verschiebung des Risikos stellt nach Auffassung der Fraktionen von CDU und UWG keine akzeptable Lösung dar. Um dem berechtigten Interesse möglichst aller Anwohner im Quartier nachzukommen, werden CDU und UWG in der nächsten Verkehrsausschusssitzung beantragen, ein Verbot des Linksabbiegens im Kreuzungsbereich vom Bahnhof in Richtung Inselstraße kommend durch Anbringung eines entsprechenden Verkehrsschildes (vorgeschriebene Fahrtrichtung geradeaus) schnellstmöglich umzusetzen. Nach einer Erprobungsphase wäre ggf. zu sondieren, ob ein Verbot des Linksabbiegens von der Inselstraße in die Altstadt als letzte Konsequenz erforderlich wäre. Ferner werden wir bei der Polizei darauf hinwirken, dass über verstärkte Kontrollen die Befolgung der neuen Verkehrsführung sichergestellt wird.
Damit wäre nach Auffassung von CDU und UWG gewährleistet, dass sowohl die bisher gängige "Abkürzung" von Autofahrern weitestgehend reduziert als auch an der Treppenstraße und im Kreuzungsbereich Westertor/Hans-Böckler-Straße keine zusätzlichen Risiken auf Grund stark erhöhten Verkehrsaufkommens für Anwohner entstünden.