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19.05.11

Deutsch ist nun endlich übergeordnetes Integrationsziel

 

CDU-Ratsmitglied Matthias Jakubanis

CDU-Fraktion regte Kompromissvorschlag mit eindeutiger Präambel an

In seiner gestrigen Sitzung hat der Integrationsrat endgültig beschlossen, den Stellenwert der deutschen Sprache als übergeordnetes Ziel bei der Förderung der Iserlohner Integrationsarbeit festzuschreiben. Vorausgegangen war eine mehrmonatige Kontroverse, bei der die Fraktionen von CDU, FDP und Freien Wählern im Rat der Stadt gegen die letztmalige Fassung der Förderrichtlinien des Integrationsrates gestimmt haben. Diese sah auf Antrag von Bündnis90/Die Grünen vor, einen von der Verwaltung ursprünglich vorgesehenen Satz zu streichen, der die Förderung von einzelnen Projekten in deutscher Sprache zum Gegenstand hatte. Auf Vorschlag der CDU-Fraktion wurde nun ein tragfähiger Kompromiss gefunden: Eine Präambel der neuen Förderrichtlinien (Wortlaut s. unten) hebt die deutsche Sprache als zentrales Element bei der Förderung der Integrationsarbeit hervor. Der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ratsmitglied Matthias Jakubanis, zeigte sich über das Einlenken von SPD, Grünen und Linkspartei erfreut: "Ohne die Beherrschung der deutschen Sprache kann Integration garantiert nicht gelingen. Diese Erfahrung musste man zu häufig in der Vergangenheit machen." Gerade die intensiven Gespräche mit der türkischen Gemeinde in Iserlohn, so Jakubanis, hätten in den zurückliegenden Wochen gezeigt, dass mittlerweile ein großer Konsens über die Wichtigkeit der deutschen Sprache bestehe. "Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, fließend mehrere Sprachen zu erlernen. Dies kann aber gesellschaftlich nur dann als gelungen bezeichnet werden, wenn schließlich die deutsche Sprache so beherrscht wird, dass jeder sein alltägliches, schulisches und berufliches Leben bestens gestalten kann."

Weiterhin beschloss der Integrationsrat einstimmig, die Möglichkeit wahrzunehmen, in den Räumlichkeiten des Quartiermanagements eine Kontaktstelle aufzubauen. Dabei sollen Mitglieder des Integrationsrates im Rahmen von Sprechstunden als Ansprechpartner für Migranten und Mehrheitsbevölkerung zur Verfügung stehen. Die Örtlichkeiten in der Peterstraße bieten auch deshalb ideale Voraussetzungen, da sie inmitten desjenigen Stadtteils beheimatet sind, der den höchsten Anteil mit Migranten aufweist. Besonders erfreulich ist zudem der Umstand, dass sowohl die Räumlichkeiten kostenlos bereitstehen als auch kein zusätzlicher Personal- und damit Finanzbedarf entsteht; in Anbetracht des städtischen Haushalts eine grundlegende Voraussetzung für die Zustimmung der CDU-Fraktion im Integrationsrat.

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Präambel der Förderrichtlinien im Wortlaut:

"Der Integrationsrat ist sich der besonderen Bedeutung der deutschen Sprache im Hinblick auf die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bei der Vergabe von Zuschüssen an Vereine und Verbände bewusst und berücksichtigt dies bei der Unterstützung von Veranstaltungen, Projekten und Maßnahmen und der Anwendung dieser Förderrichtlinien."