Zu einem historischen Stadtrundgang durch die südliche Innenstadt hatte dieCDU Ortsunion Iserlohn eingeladen. Unter kundiger Führung des ehemaligen Stadtarchivars Götz Bettge begaben sich rund 25 Interessierte auf geschichtliche Spuren. Seinen Anfang nahm der Rundgang auf dem Fritz-Kühn-Platz, der zu früheren Zeiten durch den offenen Baarbach umflossen wurde, wie historische Karten belegten.
Besonderes Augenmerk richtet Bettge bei seinen Ausführungen auch auf die Wirtschaftsgeschichte Iserlohns. Typisch war die kleingliedrige Bebauung im direkten innerstädtischen Bereich. Götz Bettge betonte daher auch, dass "wohnen, arbeiten und feiern auf engstem Raum jeher typisch für die Südliche Innenstadt ist". CDU-Ratsmitglied Matthias Jakubanis strich dieses besondere Merkmal der Altstadt nochmals hervor. Vielleicht sei es zukünftig gerade mit Blick auf die Anbindung des Fritz-Kühn-Platzes an die Innenstadt möglich, das Freizeitelement stärker in den Vordergrund zu rücken. Vorstellbar, so Jakubanis, wäre die Einrichtung eines Cafés am Platz, das zugleich eine soziale Kontrollfunktion erfüllen könnte.
Das heute im Rahmen der Planungen zur Sanierung südlichen Innenstadt in der Diskussion stehende Fabrikgebäude von Kissing&Möllmann war in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein moderner Industriebau, der allen Erfordernissen genügte. Das Gelände verfügte über einen Gleisanschluss und durch die Lage am Bachlauf war die Wasserversorgung für die Dampfmaschinen gesichert. Jörg Teckhaus zeigte sich in diesem Zusammenhang vorsichtig optimistisch, da nunmehr mit dem Verkauf an einen neuen privaten Investor eine Renovierung und Belebung dieses Areals in greifbare Nähe gerückt sei.