Nach der Kirmes ist vor der Kirmes: Am Dienstag hatte die CDU-Ortsunion zur „Manöverkritik“ in die Bäckerei Niehaves eingeladen. Es war das 5. Treffen seiner Art, dass von den Christdemokraten nach unschönen Vorfällen auf der Kilianskirmes ins Leben gerufen worden war.
Der CDU-Ortsvorsitzende Carsten Meininghaus konnte dazu Angela Schunke, die Leiterin des Ordnungsamtes Iserlohn, den Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, Manfred Gloede, seinen Stellvertreter Rainer Großberndt, sowie Werbegemeinschaftsschriftführer Christoph Ross begrüßen. Ein weiteres Willkommen galt den Schaustellern Rudolf Isken und Konstantin Müller vom Schaustellerverband Iserlohn-Schwerte sowie Udo Gantenbrink vom Letmather Heimatverein. Grundsätzlich war es für alle Beteiligten eine ruhiges und harmonisches Fest. Rudolf Isken sprach von einer familienfreundlichen Kirmes, die sicherlich noch mehr Zuspruch verdient hätte. Die Schausteller hätten einen guten Umsatz gemacht, der an den des Vorjahres heranreicht. Isken: „Vielleicht haben uns ja das Großereignis „Stillleben auf der A 40“ oder auch die Sommerferien Besucher gekostet“.
Im kommenden Jahr wird es vielleicht besser laufen, denn dann beginnen die Sommerferien erst nach der Kirmes. Isken weiter: „Der Kirmesmontag hat noch einmal viele Rummelfans angelockt, weil sie das Feuerwerk sehen wollten.“ Auch wenn das farbige Spektakel nicht von überall zu bewundern ist, sollte doch daran festgehalten werden. Derzeit wird das Feuerwerk vom Hof der Albert-Schweitzer-Schule abgeschossen, die Werbegemeinschaft will sich bemühen, einen besseren Standort zu finden, der vom Festgeschehen noch besser einsehbar ist. Rainer Großberndt schlug vor, das Gespräch mit der MVG zu suchen, ob sie zur Kirmes nicht Sonderbusse einsetzt, um Gäste beispielsweise aus Schwerte, Lüdenscheid oder Altena nach Letmathe und anschließend wieder zurückzubringen.
Die Schausteller kritisierten, dass es in diesem Jahr Probleme mit den Stellplätzen für die Wohnwagen gegeben habe. Da der Realschulhof nicht mehr befahrbar ist, fielen diese Stellplätze weg. Hinzu kam, dass am vergangenen Montag beim Aufbau der Kirmes noch Schule war. So platzierten die Schausteller ihre Wohnwagen an der Brabeckstraße, was für zusätzliche Verkehrsprobleme sorgte. Nach Aussage der Werbegemeinschaft müssen die Verkehrsführung und auch die Parkmöglichkeiten überarbeitet werden. Ein Appell geht an die Schausteller in der Auf- und Abbauphase: Sperrbalken oder ähnliches sollten nach der Durchfahrt an den alten Platz zurückgestellt werden. Geschieht das nicht, könnten andere Verkehrsteilnehmer denken, die Sperrung wäre aufgehoben. Die Werbegemeinschaft wünscht sich an den Einfallstraßen Hinweisschilder, auf denen frühzeitig auf die Parkmöglichkeiten zur Kirmes hingewiesen wird. Um noch mehr Plätze zu schaffen, sollten auch Genna und der Bahnhofsbereich einbezogen werden, denkbar wäre auch – nach Gespräch mit dem Eigentümer – den Aldi/Kik-Platz nach Geschäftsschluss zu öffnen. Rudolf Isken merkte noch an, dass die Eröffnung der Kirmes einen würdigeren Rahmen als am Festzelt verdient hätte. „Vielleicht sollte die Eröffnung wieder an der Neumarkt-Treppe stattfinden“, so sein Vorschlag.
Weitere Themen waren die unterschiedlichen Bierpreise. Da müsse seitens der Kirmesorganisatoren eine Regelung getroffen werden, um Festzeltbetreiber, Vereine und Schausteller unter einen Hut zu bringen.
Quelle: IKZ online vom 20.07.10 (Hartmut Becker)