Schriftgröße: A | A | A
16.12.09

Zukunft der A46

 

Dr. Sigurd Pütter stellte während öffentlicher Fraktionssitzung der CDU die Initiative für den Weiterbau der A46 vor. Kramer: "Vollste Unterstützung der CDU."

Mindestens 100 Millionen Liter Sprit hätten in den vergangenen 37 Jahren eingespart werden können, wenn die Autobahn A 46 über Bilveringsen hinaus bis nach Neheim weitergebaut worden wäre.

Diese Rechnung machte am Montagabend bei der öffentlichen CDU-Fraktionssitzung im Ratssaal der Sprecher der Unternehmerinitiative Pro A 46, Dr. Sigurd Pütter, auf. Er bezog sich dabei zum einen auf die Erfahrungen aus seinem eigenen Unternehmen, wo 22 Prozent der rund 350 Mitarbeiter aus Hemer, Menden, Balve und Arnsberg durch den Dauerstau täglich 20 Minuten länger unterwegs seien. Zum anderen habe eine eine Umfrage der Wirtschaftsinitiative Nordkreis ergeben, dass 102 Firmen aus der Region mit zusammen 18 500 Mitarbeitern sich für den Lückenschluss der Autobahn zwischen Hemer und Neheim ausgesprochen hätten. „Wenn bei denen auch ein Fünftel täglich im Stau steht, macht das 2,7 Millionen Liter Sprit pro Jahr.” Nicht eingerechnet seien dabei der sonstige private und geschäftliche Verkehr. Den Lückenschluss sieht Pütter dann auch mit Blick auf das Ziel CO2-Einsparung als „Beitrag für aktiven Umweltschutz” und zugleich zum Schutz der Anwohner, die an den belasteten Straßen unter dem „immerwährenden Krach” leiden würden.

Aus Sicht der Einzelhändler unterstrich Dietrich Berkenhoff die Bedeutung des Lückenschlusses: Das östliche und südliche Sauerland sei früher ein Kerneinzugsgebiet des Iserlohner Handels gewesen, der dann stark darunter gelitten habe, dass es keine schnelle Anbindung gab. Auch sei es künftigen Generationen nicht vermittelbar, wenn die Autobahn als Sackgasse ende, kurz nachdem sie Iserlohns schönstes Naherholungsgebiet durchschneide.
Warum dies seinerzeit überhaupt gemacht wurde und warum Iserlohn über so viele Auf- und Abfahrten verfüge, erläuterte der CDU- Fraktionsvorsitzende Rolf Kramer, der als Ingenieur damals im Straßenneubauamt Letmathe arbeitete: „Die A 46 war nicht als Autobahn, sondern als Ersatz-Bundesstraße B7 neu geplant, die möglichst stadtkernnah geführt werden sollte und da wären andere Trassen für Hemer ungünstiger gewesen.” Kramer betonte, dass die CDU-Fraktion entschlossen sei, für den Lückenschluss zu kämpfen.

Quelle: IKZ vom 17.12.09