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28.07.09

CDU lehnt Wiederansiedlung von WEKA in Sümmern ab

 

Informationspolitik des Umweltamtes fragwürdig. Landesumweltminister Uhlenberg erkundigt sich am 04. August über Sachstand in Sümmern.

lmmer noch sitzt der Schock über die Brandkatastrophe bei der Fa. WEKA in Sümmern und den umliegend betroffenen Ortsteilen tief. Die CDU hat sich in Vorbereitung auf die von  ihr beantragte Sondersitzung des Feuerwehr- und Umweltausschusses in ihrer Fraktionssitzung am vergangenen Montag intensiv mit den politischen Konsequenzen beschäftigt. An der Sitzung haben neben betroffenen Anwohnern auch der Ortslandwirt Ulrich Brinkmann teilgenommen. Am Tag des Brandes hatten sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Hartmut Bogatzki, der Landtagsabgeordnete Thorsten Schick und die beiden Sümmeraner Ratsmitglieder Franz-Josef Bomnüter und Michael Schmitt bereits vor Ort über das Ausmaß des Brandes informiert.

Hartmut Bogatzki dankte im Rahmen der Fraktionssondersitzung allen Rettungskräften für den außergewöhnlichen Einsatz, durch den noch Schlimmeres verhindert und der Großbrand ohne weitere Opfer unter Kontrolle gebracht werden konnte. Verständnis äußerte Bogatzki aber auch für die Kritik vieler Anwohner und Landwirte  bezüglich der unzureichenden lnformationspolitik der lserlohner Stadtverwaltung. ,,Es  kann nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger so spät mit lnformationen und Handlungsempfehlungen versorgt werden."
Der Ortslandwirt Ulrich Brinkmann berichtete von zum Teil widersprüchlichen Aussagen hinsichtlich der notwendigen Maßnahmen bei der Viehhaltung und der Ernte. ,,Letztmalig wurde ich durch das Ordnungsamt am Mittwochnachmittag informiert. Weitere lnformationen mussten wir uns in Eigeninitiative beschaffen", so Brinkmann.

Für die CDU-Fraktion stellt sich die Frage, inwieweit das Umweltamt der Stadt von Anfang an in den Einsatz eingebunden war, um den notwendigen lnformationsfluss zwischen den Behörden und der Bevölkerung zu gewährleisten. Hier sitzen nach unserer Auffassung die Fachleute, die auch sonst in Umweltfragen die Bevölkerung beraten. Als Konsequenz aus der Brandkatastrophe wird sich die CDU-Fraktion dafür einsetzen, dass sich zukünftig kein Betrieb mehr im lndustriegebiet Sümmern-Rombrock ansiedeln darf, der ein derartiges Gefahrenpotential in sich birgt. ,,So eine Katastrophe darf es in Sümmern nicht mehr geben", so Michael Schmitt. ,,Ein Chemiebetrieb wie die Firma WEKA gehört in ein spezielles lndustriegebiet mit einer auf den Umgang mit so gefährlichen Stoffen abgestimmten lnfrastruktur", so Schmitt weiter.

Auf Vermittlung des Landtagsabgeordneten Thorsten Schick und des stellvertretenden Landrats Thomas Gemke wird der Landesumweltminister Eckhart Uhlenberg am 04. August 2009 nicht wie geplant den landwirtschaftlichen Betrieb Westhelle in Drüpplingsen besichtigen, sondern sich vor Ort ein Bild von dem Brand in Sümmern machen. ,,Geplant sind auch Gespräche mit Vertretern der umliegenden lndustriebetriebe und der örtlichen Landwirte", so Thomas Gemke.

Bildmaterial von der Unglücksstelle sind über unser Flickr Portal verfügbar